Welche Auswirkungen hat der strikte Lockdown in China für die Zusammenarbeit mit chinesischen Partnern?

Auch 2 Jahre nach Beginn der Corona-Pandemie beeinflusst das Virus unser Leben immer noch stark, vor allem die Regelungen und Einschränkungen haben einen großen Einfluss auf unser Leben. So auch auf die internationalen Geschäfte. Denn die Einschränkungen erschweren Geschäftsreisen und dadurch den direkten Kontakt zwischen Geschäftspartnern.

Lockdown in chinesischen Großstädten

Momentan hat sich die Geschäftsbeziehung zwischen China und anderen Ländern durch die Pandemie sogar noch verschlimmert. Denn viele chinesische Großstädte sind gänzlich im Lockdown. Diese Regelungen entstehen aus der sogenannten Zero-Covid-Strategie der chinesischen Regierung, deren Ziel es ist, keine Corona Fälle in ganz China zu haben. Bei einem solch großen Land wie China erfordert diese Strategie drastische Mittel, so wie der Lockdown für ganze Städte. Auch Shanghai, die größte Stadt Chinas und ein wichtiges Handelszentrum, in dem neben unseren Kaiserberg Büro auch einer der wichtigsten Häfen Asiens liegt, befindet sich derzeit in einem kompletten Lockdown. Kurz zuvor war bereits ein 7 tägiger Lockdown in Shenzhen beendet worden.

Auswirkungen auf Unternehmen

Diese Lockdowns in wichtigen Handelsgebieten Chinas haben große Auswirkungen für viele europäische oder amerikanische Firmen. So zum Beispiel für Tesla, deren eigene Produktion in Shanghai bereits für mehrere Tage still stand. In Shanghai haben viele deutsche Unternehmen ihren Sitz; die meisten ihrer Produktionsanlagen befinden sich allerdings außerhalb der Stadtgrenzen in dem zur Provinz Jiangsu gehörenden Umland. Betroffen sind einige große Industrieparks, etwa der im Westen Shanghais gelegene Chemiepark Caojing, in dem zum Beispiel BASF produziert.

Corona Lockdown Shanghai

So geht es vielen Firmen und Fabriken rund um Shanghai, denn die Menschen dort befinden sich in Quarantäne oder kommen aufgrund der Sperrungen von außerhalb nicht in das Stadtgebiet herein und deswegen bleiben die Fließbänder in den Fabriken stehen. Aus diesen Gründen hat die Regierung lange versucht, diesen Lockdown zu vermeiden, doch ohne Erfolg. In den letzten Wochen wurde Shanghai jedoch zum Corona-Hotspot des Landes mit über 60% aller Neuinfektionen von ganz China und so befindet sich die 26 Millionen-Einwohner-Stadt in einem schrittweisen Lockdown. Zuerst beginnt der Lockdown östlich des Flusses und dann im Westen. Alle Unternehmen in den gesperrten Gebieten müssen schließen und die Menschen sollen weitestgehend im Home Office arbeiten. Doch in vielen Bereichen ist das leider nicht möglich. Einige Firmen haben den Lockdown so organisiert, dass die Mitarbeiter die gesamte Zeit auf dem Firmengelände sind, dort arbeiten, Verpflegung und ein Bett erhalten. In diesen Produktionsstätten kann die Produktion wie gewohnt weiter gehen.

Wenn Sie aktuell auf der Suche nach chinesischen Geschäftspartnern oder Angeboten von chinesischen Unternehmen sind, dann sollten Sie mehr Zeit einplanen als sonst, denn es kann etwas dauern bis Sie eine Antwort oder ein Angebot erhalten. Auch der Beginn der Produktion Ihrer Ware kann bei manchen Produktionsstätten länger dauern als es sonst in China üblich ist. Generell gilt es beim Kontakt mit China momentan Geduld zu bewahren, solange sich viele Städte und Regionen in einem Lockdown befinden.